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Christian Hildebrand

Kapverden - Die Inseln des Feuers

Leben auf Kapverden

Die Bevölkerung ist ein Mix aus Menschen mit westafrikanischen oder portugiesischen Wurzeln. Aufgrund der beschränkten Möglich­keiten in der Heimat, leben rund 700'000 Kapverdianer im Ausland, vor allem in Portugal und in den USA. Von dort aus unterstützen sie die Daheimgeblieben mit Geld und Waren wie Gewürze und Kleider. Fehlende Industriezweige nebst dem Tourismus sowie geringe Erträge der Landwirtschaft auf kleinen Anbaugebieten und aufgrund fehlenden Wassers, bewirken eher ärmliche Verhältnisse der meisten Bewohner. Unumgängliche Importprodukte aus Europa und Afrika verteuern das Leben zusätzlich. Nichts desto trotz sind die Kapverdianer ein fröhliches, warmherziges Volk, das mit einer grossen Portion Humor gesegnet ist.

Klima

Die Kapverden sind durch das tropisch trockene Klima ganzjährig einen Besuch wert. Warme, trockene Temperaturen von meistens rund 25 Grad lassen einen angenehmen Aufenthalt zu. Das ganze Jahr über ist Regen eher selten und wenn es regnet, dann in den Bergen. Die "kühlsten" Monate sind Januar und Februar mit 21 Grad, am wärmsten ist es im September/Oktober mit rund 27 Grad. Der vom Meer kommende Wind bringt ständig Kühlung und die Tag- und Nachtschwankungen sind minimal (+/- 5 Grad). Für Wanderungen im höheren Gebirge ist trotzdem wärmere Kleidung empfohlen.

JanFebMärzAprilMaiJuniJulAugSepOktNovDec
Tagesttemperaturen252526262728282930292826
Niederschlagstage000000256411
Wassertemperaturen232222232324242526272624

Unterkünfte

Eine Reise zu den Kapverden ist eine Reise in ein Land der Dritten Welt. Luxus gibt es, allerdings nicht im Übermass. Auf den Inseln Sal und Boavista hat sich bereits der Clubhotel-Tourismus eingenistet. Hier finden Sie internationale Hotels. Auf den restlichen Inseln dominieren schmucke, farbige und aussergewöhnliche Hotels und Pensionen die sauber und liebevoll eingerichtet sind.

Anreise

Linienflüge mit umsteigen in Lissabon nach Sal, Santiago oder São Vicente mehrmals wöchentlich. Die Anreisedauer dauert circa 8 bis 9 Stunden.

Zeitverschiebung

Diese beträgt zu Zentraleuropa 3 Stunden während unserer Sommerzeit und 2 Stunden wäh­rend unserer Winterzeit.

Ökotourismus & Wandern

Die perfekte Wanderinsel der Kapverden ist Santa Antão mit ihrer bizarren Bergwelt, ihren schroffen Tälern und steilen Bergrücken. Unter anderem folgen die Touren alten gepflasterten Verbindungsrouten. Diese werden noch heute von den Einheimischen - mit oder ohne Esel und ausgerüstet mit Flip-Flops - benutzt. Insbesondere der üppige grüne Norden von Santa Antão bietet unzählige Wandermöglichkeiten. Ein weiteres spannendes Wandergebiet bietet die Insel Santiago in der Gegend der Serra Malagueta. Hier sind spitze Felsen, steile Berge und gewaltige Täler durch die tropische Erosion entstanden. Beinahe unzugänglich liegen Siedlungen in den Hängen, die durch ein Netz mit Saumpfaden verbunden sind. Beim Besuch der Insel Fogo ist die Besteigung des Pico de Fogo zum Sonnenaufgang ein Muss. Wer es weniger anstrengend mag, besteigt den Pico Pequeno. Landschaftlich vielfältig ist die Insel São Nicolau. Diese lässt sich gut zu Fuss entdecken.

Neben dem Wandern bieten sich die Beobachtung von Meeresschildkröten bei der nächtlichen Eiablage an den Stränden von Boavist, Sal und Santiago an. Auch Wale und Seevögel beobachten ist möglich. Oder lassen Sie sich durch ein kleines Dorf führen, dessen Geschichte erfahren und schauen Sie Handwerkern, z.B. einen Guitarrenbauer über die Schulter.